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Julian Barnes: Liebe als Selbstportrait.
"The only Story" heisst das schmale Buch auf Englisch. Es erzählt die Geschichte einer Liebe zwischen einem 19 Jährigem und einer Frau, die vom Alter her seine Mutter sein könnte. Es ist eine Begegnung, die so stark war, dass der junge Paul Casey daraus eine Beziehung machen wollte. Er unterschätzte jedoch ihre schicksalshafte Kraft, die ihn einsog, malträtierte, veränderte und dann ausspuckte als illusionslosen Erwachsenen. Die Geschichte hatte angefangen als Sommerliebe au
2 Min. Lesezeit


Jens Petersen: Die Haushälterin
Ein berührendes Buch über einen Sechzehnjährigen, der mit seinem alkoholkranken Vater zusammenlebt. Als dieser einen Unfall erleidet, entscheidet sich der Junge, eine Haushälterin einzustellen, die 23jährige Polin Ada. Was sich dann entwickelt, könnte man eine umgekehrte Ödipusgeschichte nennen. Beide verlieben sich in die lebenslustige junge Haushälterin, beide werben um sie. Der Junge entwickelt scheu und staunend zum ersten Mal erotische Gefühle für eine erwachsene Frau un
3 Min. Lesezeit


Stephen King: "Schreiben ist veredeltes Denken"
Das ist ein Zitat von Stephen King. Hätte man von ihm so nicht erwartet, oder? Natürlich haben wir ihn alle gelesen, auch wenn wir ungern...
2 Min. Lesezeit


T.C. Boyle: Schattierungen der Sucht
T.C. Boyle habe ich während meines Studiums zufällig als Autor entdeckt. "Grün ist die Hoffnung" hiess das Buch, von ihm, das mich beim...
2 Min. Lesezeit


Simone de Beauvoir: Altern heisst über sich selbst klar zu werden
Am Radio habe ich gehört, dass Simone de Beauvoir ein dickes Buch über das Alter geschrieben hat. Es erschien bereits 1970, sie war damals 62 Jahre alt. Was mochte die brillante Feministin über das Älterwerden geschrieben haben? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, braucht beim Lesen eine grosse Portion Geduld. De Beauvoir holt weit aus und erklärt zuerst detailliert, wie Alter und Biologie zusammenhängen. Daraus wird deutlich, dass es verschiedene Formen des gesellschaftlic
3 Min. Lesezeit


Benedict Wells: Das Ende der Einsamkeit
Eine fesselnde Geschichte über das Verlorensein, das Erwachsenwerden und die Aneignung des eigenen Lebens. Zugegeben, ich habe das Buch zur Hand genommen, weil ich wissen wollte, wie ein so junger Diogenes Autor schreibt. Ich war eher skeptisch, erwartete etwas dick Aufgetragenes wie bei Joël Dickers Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert , das ich mit wachsender Verärgerung gelesen habe. Stattdessen entdeckte ich ein subtiles und leises Buch, präzis und ergreifend ehrlich
1 Min. Lesezeit


Arno Geiger: Unter der Drachenwand
Arno Geiger schreibt über das Hineinwachsen ins Leben nach der Zerstörung, auch dies ein sehr persönliches Buch mit gutem Ende. Es ist...
2 Min. Lesezeit


Ute Frevert: Die Politik der Demütigung
Die Historikerin Ute Frevert untersucht in ihrem neusten Buch die Demütigung nicht als privates Phänomen mit seinen Auswirkungen auf das Individuum, sondern als politische Praxis, also als gewollte und orchestrierte Form der Beschämung vor Publikum. Die bekannte Kultur- und Sozialhilstorikerin, die sich seit Jahren mit der politischen Relevanz von Gefühlen beschäftigt, beschreibt und analysiert dafür Schauplätze von Macht und Ohnmacht, wie Ihr Werk im Untertitel heisst. Und z
2 Min. Lesezeit
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